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Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für
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Breitungen
Fortsetzung der Orgelsanierung

orgel breitungen 1Von November 2012 bis Herbst 2013 dauerte der 1. Abschnitt der Orgelsanierung der historischen Maurer-Orgel der Breitunger Kirche. Orgelbaumeister Georg Wünning aus dem Erzgebirge, der vor einigen Jahren bereits die Orgel der Bennunger Kirche restaurierte, baute einen ersten Teil der Orgel ab, um Pfeiffen und Holztechnik über den Winter in der Werkstatt erneuern zu können. Im Jahr darauf wurden dann die Pfeiffen in ein überholtes Gehäuse eingebaut. Die feierliche Einweihung fand dann am 1. Advent 2013 statt. Seit dem ist die Maurer-Orgel aus dem Jahr 1847  immer wieder bei Gottesdiensten und zwei Orgelkonzerten erklungen. Allerdings ist die Sanierung der Orgel noch nicht abgeschlossen, da noch immer das Fußmanual und 8 weitere Register (=Klangfarben mit eigenen Pfeifen) fehlen. Für diese Fertigstellung der Orgel werden insgesamt 40.000 Euro gebraucht – eine großer Betrag, von dem wir hoffen, dass wir ihn in im Laufe des Jahres aufbringen können.

Darum ist die Freude groß, dass zwei Förderer diesen 2. Abschnitt der Orgelsanierung unterstützen: 

Gehard und Katharina Hoffmann-Stiftung, Hamburg

Lotto-Toto-Sachsen-Anhalt

 

Herzlichen Dank!

orgel breitungen 4

 
Kirchengemeinde Breitungen
Das romantisch im Südharz gelegende Dorf Breitungen bis vor zwanzig Jahren als ein Zentrum des Obstanbaus. Riesige Kirschplantagen wurden bewirtschaftet. Zudem war der Ort immer Anziehungspunkt für Harzurlauber und Touristen. In heutiger Zeit werden viele der Kirschbäume nicht mehr gepflegt, da der Anbau nicht mehr lohnend ist. Auch der Tourismus hat sich stärker in den Hochharz verlagert. Dennoch ist Breitungen mit seinen 500 Einwohnern bis heute ein sehenswerter Ort mit einer langen Geschichte, die vom Heimatverein immer wieder in Erinnerung gerufen wird. Prägend für das Dorfbild ist die St. Arnold-Kirche, das Zentrum der evangelischen Gemeinde, die knapp 100 Mitglieder noch hat. Monatlich finden Gottesdienste statt, im Winnter im kommunalen Gemeinderaum, im Sommer in der Kirche. Ebenfalls monatlich sind alle Gemeindeglieder und Bewohner zu einem Gemeindenachmittag eingeladen. 
 
Die Maurer-Orgel
Die heutige Kirche St. Arnold in Breitungen ist als Neubau im Jahr 1831 angefangen wurden, da die bisherige, an einem anderen Platz gelegene Kirche, zunehmend baufällig wurde. Die Kirchweihe erfolgte 1834. In den Jahren danach verfolgte die Kirchengemeinde und der Breitunger Bürgermeister das Ziel, noch einen großen Altar und eine herausragende Orgel einbauen zu lassen, um die damalige Bedeutung Breitungens als eines aufgrund Bergbau und Landwirtschaft reichen Ortes angemessenen darstellen zu können. Für den Orgelbau wurde der damals bekannte Orgelbaumeister Maurer aus Kölleda für eine Bausumme in Höhe von neunhundertdreißig Talern gewonnen. Diese Höhe dieser Summe wird dadurch deutlich, dass die gesamte Kirche inklusive Glocken, Sitzbänken und Emporen nur ungefähr den vierfachen Wert gekostet hat. Doch als im Jahr 1847 die Orgel abgenommen wurden, entstand laut Gemeindechronik ein Streit über die Ausführung, so dass nach einem Gerichtsprozess dem Orgelbauer ein Teil dieser Summe abgezogen wurde.
Die Maurer-Orgel ist eine mechanische Schleifladenorgel mit zwei Manunalen und Pedal, die von ihrem klanglichen Aufbau eine große Nähe zur Orgelwerkstatt Strobel in Bad Frankenhausen erkennen lässt. In Ihrer Disposition und in der technischen Anlage besitzt die Orgel einige Besonderheiten: Sie besitzt viele Holzregister und hat damit einen differenzierten Grundstimmenbereich.  
Die Hauptbedeutung der Orgel, die eigentlich für eine Dorfkirche deutlich überdimensioniert wirkt, liegt im Originalzustand des gesamten Pfeifenwerkes. Abgesehen von den Prospektpfeiffen, die für Kriegszwecke 1917 ausgebaut wurden, und dem um 1910 angebauten Orgelmotor ist sie nahezu unverändert seit 160 Jahren. „Dies ist ein Glücksfall für die Orgellandschaft“ (Orgelsachverständiger Detlef Ochs). Eine derart ursprünglich erhaltene Orgel des 19. Jahrhunderts in einer Dorfkirche hat im Südharz keine Parallelen. Die Maurer-Orgel ist es deshalb wert, eine Sanierung zu erfahren.
 


Kirchspiel Rossla-Tilleda - Evangelische Kirche zwischen Kyffhäuser und Südharz
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