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Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für
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Kirche St. Annen und Marien
Geschichte der Kirche

Dittichenrode.Altar_altDie Dorfkirche St. Annen und Marien  ist eine alte Pfarrkirche, die im Mittelalter zum Kirchenkreis Unter- Berga gehörte. Ein noch heute erhaltenes hölzernes Kreuz wird in das 14. Jahrhundert datiert, die unteren Teile des Turmes und Teile des Langhauses mit den gekuppelten Bogenfenstern sind möglicherweise auch aus dieser Zeit.

 

Dittichenrode.ChristusZwischen 1680 und 1720 erfolgte wahrscheinlich der bis heute erhaltene barocke Umbau der Kirche und die Entstehung der Fachwerkapsis, die in ihrer baulichen Ausbildung deutlich auf den barocken Kanzelaltar, welcher 1714 eingebaut wurde, zugeschnitten war. Der Emporenzugang mit Überdachung an der Südwand des Turmes mit Türöffnung und Sandsteingewänden, sowie die Dachgauben und die verputzte Holztonne stammen aus dieser Zeit.  1888 gab es Pläne zum Neubau der Kirche, der aber aus Kostengründen unmöglich wurde. Danach erfolgten umfangreiche Renovierungsarbeiten, bei denen auch Fahne und Knopf  erneuert wurden.

 

dikirche1995Im Jahr 1968 wurde die baufällige Fachwerkapsis abgerissen und die entstandene Öffnung mit Hohlblocksteinen geschlossen. Von da an nimmt der Verfall der Kirche stetig zu. Durch Bürger des Ortes konnte 1982 der Westgiebel am Turm gerettet werden, die letzten Reparaturarbeiten am Turm waren 1989, die Kirche wurde aufgegeben.

 

 
Wiederaufbau der Kirche

Dittichenrode.TaufsteinAls 1997 Gespräche zum Abriss bzw. Ruinensicherung bekannt wurden, fanden sich einige Bürger, die die Kirche retten wollten. Die bis dahin veranstalteten Dorffeste wurden erweitert zum Dorf-und Countryfest.  Am Nachmittag gab es Kaffee und Kuchen, den die Frauen des Ortes gebacken haben und  dafür wurden Spenden gesammelt. Im Dezember 1997 wurde ein Konto eingerichtet und  im Ort um Spenden gebeten.

Durch Kontakt mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) erfolgte im Mai 1998 erstmals ein Besuch von Dr.Wegener (DSD- Bonn) und Frau Bathe (DSD- Potsdam), die sich ein Bild über den Zustand der Kirche machen wollten.


Eine Rettung ist möglich, wurde signalisiert. Dittichenrode war zu dieser Zeit im Programm der Dorferneuerung und so kamen mit Hilfe des Amtes für Flurneuordnung Halle, des Arbeitsamtes Sangerhausen, der Sanierungsgesellschaft Sangerhausen und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz die benötigten finanziellen Mittel zusammen, um die Sanierung der Außenhülle beginnen zu können.


Kirche DittichenrodeMittels Flyer und privater Briefe wurden weiter Spenden gesammelt und als im Dezember 1998 das ZDF im Dorf war und einen Bericht für „Bürger rettet Eure Städte“ über die Kirche drehte, war die kleine kaputte Dorfkiche weit über die Landesgrenze hin bekannt. Artikel in Zeitungen, so auch in der „Monumente“ trugen im Wesentlichen auch dazu bei, dass die Spendenbereitschaft anhielt und die Eigenmittel geschafft wurden. Im Juni 1999 war Baubeginn und bereits im September konnte Richtfest gefeiert werden. Durch die jährlich durchgeführten Dorf- und Countryfeste (Kuchenbuffet) konnten bis 2006 Spenden für die weiteren Baumaßnahmen gesammelt werden

 
Innenraumsanierung 2008
Dittichenrode.Innenraum1Nach der baulichen Instandsetzung der war das nächste große Ziel die Sanierung des Innenraums, für die keine öffentlichen Gelder zur Verfügung gestellt werden können. Nach vier Jahren, in denen sich um Finanzierungen bemüht wurde, konnte Anfang 2008 aufgrund der großzügigen Unterstützung der Cohaerere-Stiftung von Frau von Wobeser (Düsseldorf) und der Gerhard und Katharina Hoffmann-Stiftung die Innensanierung begonnen werden. Den Abschluss bildete am 13. September 2008 die feierliche Wiedereinweihung der Kirche - genau 40 Jahre, nachdem sie dem Verfall preisgegeben wurde.
 
Rückblick: Turmsanierung 2010
Dittichenrode.TurmbaSchon von weitem war der vollständig eingerüstete Turm von Dittichenrode sichtbar. Mit Beginn des Jahres 2010 hatte die Sanierung des Fachwerkgeschosses begonnen. Viele Balken waren über die Jahrhunderte stark angegriffen und können die Tragfähigkeit nicht mehr gewährleisten. Zudem musste die Fachwerkseite der Westwand (zur alten Schule) neu errichtet werden. Im Laufe des Sommers wurde weiterhin das Turmdach neu mit Schiefer eingedeckt. Wir sind dankbar, dass durch die Unterstützung  der Cohaerere-Stiftung von Frau von Wobeser, der Hoffmann-Stiftung (Hamburg), des Landes Sachsen Anhalt, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) sowie vieler privater Unterstützer dieses kostspielige Vorhaben von 110.000 € möglich wurde!
 


Kirchspiel Rossla-Tilleda - Evangelische Kirche zwischen Kyffhäuser und Südharz
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